Andacht

Liebe Leserin, lieber Leser!

Manchmal ist es nötig, Danke zu sagen: für eine kleine liebe Geste, für eine Freundlichkeit, die wir erfahren, oder etwa für ein Geschenk.

Wenn sich jemand für uns eingesetzt hat, wenn wir unerwartet Hilfe bekommen haben, wenn sich jemand für uns Zeit genommen hat, immer dann ist es gut und wichtig, Danke zu sagen.

Wie wichtig dieses kleine Wort „Danke“ sein kann, merken wir oft erst dann, wenn es einmal fehlt.

Wer ehrlich und von Herzen Danke sagt, der bringt damit zum Ausdruck, dass er zu schätzen weiß, was ein anderer ihm Gutes getan hat. Und der weiß, dass er das, was er bekommen hat, sich nicht selbst verdient hat, sondern dass er aus reiner Freundlichkeit und Herzlichkeit so bedacht worden ist.

 Ein Dankeschön macht dann im Herzen froh – den, der es empfängt, aber auch den, der es ausspricht.

 Einmal im Jahr sagen wir auch Gott Danke und feiern ihm zu Ehren ein Dankfest, das Erntedankfest. Auch dieses Jahr im Oktober begehen wir es wieder.

Es ist die Gelegenheit, Gott Danke zu sagen für unser täglich Brot, für Obst, Gemüse, Wasser, Wein, Saft und für alle Früchte des Feldes, aber auch für alles andere, was wir darüber hinaus haben, das Leib und Seele stark macht und erhält wie die frische Luft zum Atmen, den Sonnenschein, die lieben Menschen um uns herum oder unser Dach über dem Kopf.

Wir sagen Gott Danke für alles, was wir von ihm bekommen für unser Leben.

 So haben es die Menschen schon vor Jahrhunderten getan, wie man etwa im Buch der Psalmen erfahren kann. Da heißt es z. B. in Psalm 104: „Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie weise geordnet und die Erde ist voll deiner Güter! Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit.“

Für mich ist das Erntedankfest eine gute Gelegenheit einmal darüber nachzudenken: Wofür kann ich eigentlich dankbar sein? Womit bin ich – von Gott – beschenkt? Wofür will ich Danke sagen?

Ihr
Pfarrer Thomas Böhmert