Andacht

Liebe Leserin, lieber Leser!

Hiskia – ein gottesfürchtiger und frommer Mann – war einst König in Jerusalem.

Zur Zeit seiner Herrschaft kamen die Assyrer mit einem gewaltigen Heer ins Land. Viele Könige und Völker hatten sich bereits ihrer Stärke unterwerfen müssen. Schließlich standen die Assyrer auch vor den Toren Jerusalems und forderten Hiskia auf, sich zu ergeben.

Hiskias Lage schien aussichtslos: Er selbst verfügte nur über wenige Soldaten und hatte auch keine starken Verbündeten, die ihm hätten helfen können.

Eigentlich hätte er sich nur ergeben können. Aber dennoch widerstand Hiskia den Assyrern und ihrer Macht, denn er vertraute auf Gott: Gott würde ihm und seinem Volk helfen!

Da staunten die Assyrer nicht schlecht: „Was für ein Vertrauen!“, riefen sie.

Und tatsächlich: Plötzlich ist das assyrische Heer vor den Toren Jerusalems fort. Man hört, sie hätten Befehl bekommen, abzuziehen, um in ihrer Heimat zu kämpfen. Da waren Hiskia und Jerusalem gerettet!

Der König Hiskia, von dem wir im 2. Buch der Könige hören, ist ein Beispiel für einen Menschen, der auf Gott vertraut, auch wenn alles um ihn herum ausweglos erscheint und Sorge und Furcht an ihm nagen. Sein Vertrauen ist so groß, dass sich seine Gegner über ihn wundern: „Was für ein Vertrauen!“

Hiskia mit seinem erstaunlichen Vertrauen kann uns fragen lassen: Wie sieht es mit uns aus und mit unserem Vertrauen? Worauf setzen wir unser Vertrauen? Haben auch wir den Mut und die Kraft, selbst noch in schweren Zeiten an unserem Vertrauen festzuhalten? Wo können wir solches Vertrauen finden, wie es Hiskia hatte?

Solche Fragen zu stellen und zu vertiefen, will auch der der Deutsche Evangelische Kirchentag einladen, der in diesem Jahr bei uns in Dortmund stattfindet und der deswegen unter der Losung steht „Was für ein Vertrauen!“ (2. Kön 18,19)

Ich wünsche Ihnen und uns allen viele gute Gedanken und Erfahrungen mit dieser Losung – vielleicht auch bei einer der zahlreichen Veranstaltungen des Kirchentags!

Ihr Pfarrer Thomas Böhmert