Andacht

 

Vor der St. Nicolai-Kirche werden neue Leitungen verlegt, der Parkplatz daneben verwandelt sich in ein Kindergarten-Provisorium, und an den Pfarrhäusern gibt es immer was zu tun.

Die St. Petri-Kirche wird renoviert, mittelfristig brauchen sowohl der Martin-Kirchturm als auch das St. Nicolai-Kirchdach eine Sanierung – und damit rede ich bislang nur von den steinernen Baustellen. Personell gesehen stehen wir ja bekanntermaßen auch in einem größeren Umbau-Prozess.

Im Presbyterium überlegen wir immer wieder, wie wir das Gemeindeleben unter den sich verändernden Bedingungen gut gestalten und begleiten können: Vieles wird weniger, anderes mehr – wie kann Kirche da zukunftsfähig aufgestellt werden? Und auf welcher Basis soll das getan werden? Wozu machen wir das alles eigentlich?

Nicht immer haben wir sofort die richtigen Antworten auf solche Fragen, aber wir tasten uns voran. Manches probieren wir einfach mal aus; über anderes denken wir längere Zeit nach und beraten uns im Presbyterium oder mit weiteren Haupt- und Ehrenamtlichen unserer Gemeinde.

Eins aber ist angesichts all dieser Baustellen immer klar: Niemand kann ein anderes Fundament legen als das, das schon gelegt ist. Und das ist Jesus Christus (1. Kor 3). Denn letztlich sind auch wir allesamt heute, wie Paulus damals, Gottes Mitarbeiter:innen, und die eine große Baustelle, auf der wir alle arbeiten, ist das Reich Gottes, mitten unter uns. Ein bisschen „Himmel auf Erden“, so könnte Kirche doch vielleicht sein?! Die St. Petri-Nicolai-Kirchengemeinde ist dann ein Bereich vom großen Ganzen. Packen wir es an – es gibt immer was zu tun! Gott gibt seinen Segen dazu.         

Miriam Helmert